"Yoga ist mein Weg zu mehr Achtsamkeit." Ein Gastbeitrag von Melanie Willmes. 


Melanie Willmes (We.Love.Yoga.) strahlt von Innen
Melanie Willmes (We.Love.Yoga.) strahlt von Innen

Ja, Yoga ist in aller Munde. Oder anders gesagt: Yoga ist ein riesengroßer Hype. Für mich waren es anfangs die Neugier und durchaus auch eine Form von sportlichem Ehrgeiz, die mich auf die Matte gelockt haben.

 

Aber das hat sich Stück für Stück geändert: Heute ist Yoga für mich mehr als eine Gymnastik-Übung auf der Matte – es ist eine Einstellung zum Leben geworden, die viel mit Achtsamkeit zu tun hat. Achtsamkeit anderen gegenüber, aber auch mir selbst.

 

Ein Lehrer hat zu mir mal folgendes gesagt: „Beginne nicht mit Yoga, wenn in Deinem Leben alles bleiben soll, wie es ist.“

 

Damals habe ich das nicht verstanden, heute weiß ich, was damit gemeint war. Mit dem Üben von Yoga, verändert sich die Sichtweise auf das, was um Dich herum passiert. Dieser Prozess beginnt klassischerweise damit, dass man bemerkt, dass man sich nach einer Stunde „gut“ fühlt.

 

Am Ende bedeutet Yoga nichts anderes als Klarheit zu finden. Und der Weg dahin ist gepflastert mit Achtsamkeit, einem bewussten und liebevollen Umgang mit sich und anderen und der ganzen Umwelt, Körperübungen oder den Asanas, Atem - ebenfalls bewusst ausgeführt, und die Fähigkeit, seinen "Monkey Mind" zu bändigen, sich also zu konzentrieren und zu versinken.

 

 

 

Bei mir persönlich ging es über Jahre und ganz langsam Stück für Stück weiter – ich habe begonnen, Lebensweisen zu überdenken, kritischer zu werden, habe bestimme Muster bei mir und bei anderen erkannt und diese sehr kritisch hinterfragt. Und so hat sich ganz vorsichtig, aber automatisch mein Leben geändert. Eine Beziehung ging zu Ende, eine neue hat begonnen. Den festen Arbeitsplatz gegen die Selbstständigkeit getauscht. Frische Lebensmittel vom Markt statt nur aus dem Supermarkt. Sehr bewusster Konsum von tierischen Lebensmitteln. Bis hin zur Frage ob das zehnte T-Shirt aus Bangladesch wirklich sein muss.

 

Das alles hört sich jetzt vielleicht weniger spaßig an und ist vielleicht auch nicht besonders „attraktiv“ – Schublade auf, Öko-Yogi rein! So ist es aber nicht.

 

Ich liebe das Leben, ich liebe den Genuss, aber eben mit mehr Vorsicht und Köpfchen als früher. Für mich ist das auch kein Widerspruch. Ein Asket ist – so finde ich – kein besserer Yogi. Es geht darum, eine bestimmte Lebensart und vor allem Geisteshaltung im ganz normalen Alltagswahnsinn zu kultivieren – mit dem Fokus kein Leid zu erzeugen und einfach liebevoller zu handeln und vor allem das Leben mit mehr Gelassenheit zu nehmen. Herrlich, wenn man sich nicht mehr über alles aufregen muss und dem Leben und den vielen Menschen, die einem darin begegnen mit Augenzwinkern begegnen kann.

 

Und weil der richtig verstandene Yoga-Weg, also der jenseits der knackigen Instagram Yoga-Popos, für unsere Gesellschaft so wichtig ist, gibt es mein „Baby“ we.love.yoga. So viele Lehrer in Deutschland bemühen sich darum, Yoga in die Welt zu tragen und uns gestressten Alltagsmenschen ein bisschen Auszeit zu gönnen, und das möchten wir unterstützen.

 

Mit einer Plattform, auf der Lehrer und Studios sich zeigen können, damit wir Schüler den für uns optimalen Lehrer finden. Auf der man sich informieren und vielleicht auch inspirieren lassen kann - durch unseren Blog, leckere Rezepte und und und... Ganz bald geht auch ein, wie wir finden, besonderer Online-Shop live, auf dem man von kleinen Marken, die das, was sie tun, mit ganz viel Leidenschaft tun, die schönsten Teile finden kann. Unsere Lieblingsteile eben. Auf www.we-love-yoga.de


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