Fies, fieser, Pseudokrupp!

Unsere Jüngste ist selten krank. Doch wenn sie es ist, dann hat sie zu 90% mit Pseudokrupp zu kämpfen.

 

Mit einem Jahr hatte sie ihren ersten Anfall. Mitten in der Nacht. Sie röchelte, hustete bis zum Erbrechen und hatte sichtbar Angst. Völlig eingeschränkt in ihrer Atmung schnappte die arme Maus damals nach Luft. Es war fürchterlich, und es gab Momente, in denen ich dachte, das Kind würde ersticken. Natürlich rannten wir am nächsten Tag panisch zum Kinderarzt. Der war gelassen, gab uns Notfallzäpfchen mit, bat uns viel an die frische Luft zu gehen und versicherte uns: „Wenn Sie ruhig bleiben, bleibt das Kind auch ruhig und fühlt sich sicher.“

 

Auch wenn ich heute weiß, dass wir damit gut beraten waren; doch mit dem Tipp, Ruhe zu bewahren, kam ich mir damals völlig verarscht vor. Zumal es Anfälle gab, die mich veranlasst haben, den Notarzt zu rufen.


Mittlerweile ist unsere Kleine fast drei, und wir haben den siebten Anfall heute Nacht überstanden. Ruhiger bin ich, ja. Trotzdem zerreisst es mir mit jedem Huster, der sie überkommt, fast das Herz. Ich sehe, wie die Kleine sich krümmt und um Luft ringt. Sie ist so furchtbar müde, will einfach nur schlafen und in Ruhe liegen. Stattdessen hält der Pseudokrupp-Arsch (Entschuldigung) uns auf Trapp. Bei offenem Fenster sitzen wir dann dick eingepackt auf der Bettkante und warten ab. Warten, dass es endlich aufhört: Die Atemnot, das Husten.

 

Irgendwann ist es dann vorbei. Sie schläft, ich liege, verarbeite das Gesehene und denke an Eltern mit dauerhaft kranken Kindern. Wie stark sie sein müssen.

 

Wie sind eure Erfahrungen mit Pseudokrupp? 

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