Spieglein, Spiegelein an der Wand... .

Warum es uns Müttern einfach gut tut sich hübsch zu machen. Ein Gastbeitrag von Petra. 


Wird man Mutter, ändert sich Vieles schlagartig! Weniger Schlaf, Selbstzweifel, ob man auch alles richtig macht, Ratschläge von allen Seiten. Von Mama und Oma, Freunden, zahlreichen Ratgebern. Bio muss es eh sein, und Brei selber kochen ist fast Pflicht!

 

Der Druck, die perfekte Frau und Mutter zu sein, ist heutzutage immens hoch. Wir versuchen alles zu meistern, zu bewerkstelligen und das auch noch mit extrem hohen Ansprüchen an uns selbst. Was bei diesem ganzen Karussell aber komplett vergessen wird, sind wir! Ich selbst war wie in einem Strudel gefangen und irgendwann fragte ich mich: Wer bin ich eigentlich? Ich habe mich in meiner Rolle als Mutter, Ehefrau und Seelentröster komplett aus den Augen verloren! Die Frage, wann ich mal etwas für mich gemacht habe, konnte ich gar nicht mehr beantworten.

 

Als ich dann in Elternzeit mit meinem zweiten Sohn war, stieß ich durch eine Cousine meines Mannes auf eine Firma aus den USA, die Kosmetik vertreibt. Als der Startschuss für den deutschen Markt kam, wurde ich gefragt, ob ich nicht auch Lust hätte, in den Vertrieb einzusteigen.

 

Zunächst blockte ich ab. Ich überlegte: Wann hatte ich das letzte mal Make-up getragen (ausser vielleicht Mascara)? Schminken stand wirklich nicht an erster Stelle meiner To-Do-Liste. Und schick machen? Naja, für wen denn? Meinen Kindern war es doch egal, ob ich Jogginghose trug oder ein Kostüm. Außerdem war ich an den meisten Tagen einfach froh, wenn meine Haare überhaupt „OK“ aussahen.

 

Die Wochen verstrichen. In meinem Kopf schwirrte aber immer noch die Make-up-Geschichte und der Gedanke, Teil der Younique-Familie zu werden. Also fing ich an, mich mit den Risiken zu beschäftigen. Aber ich konnte keine finden. Das und die Tatsache, dass ich von zu Hause bei freier Zeiteinteilung arbeiten konnte, überzeugten mich schließlich. Wenige Tage später erhielt ich auch schon das erste Make-up-Kit und ein herzliches „Willkommen in unserer Younique-Familie“.

 

Da ich mit dem ganzen „Schminkkram“ nichts am Hut hatte, also auch über keinerlei Kenntnisse ich Sachen Anwendung verfügte, musste ich mich Stück für Stück herantasten. An die Produkte von Younique, das ganze Thema Hautpflege. Später fing ich an, Videos zu machen und diese auch auf Facebook zu posten. Anfangs habe ich mir dabei fast in die Hose gemacht.

 

Doch mit der Zeit geschah etwas mit mir! Ich wurde selbstbewusster! Nicht weil ich Make-up trug, sondern wegen des Gefühls, dass ich mein eigenes Business mache. Alles was ich bei Younique erreichen kann, schaffe ich allein durch meinen Einsatz. Das machte mich stolz und zufrieden. Ich ging anders auf Menschen zu. Egal, ob ich geschminkt war oder nicht. Unabhängig davon entdeckte ich auch noch eine neue Leidenschaft: das „Spielen“ mit dem Make-up, das Experimentieren, das Kombinieren verschiedener Farben. Ich war überrascht, wie viele Facetten mein eigenes Gesicht hatte. Das wollte ich auch anderen Frauen und Müttern zeigen. Und freute mich umso mehr über die durchweg positive Resonanz!

 

Im Großen und Ganzen kann ich sagen: Es gibt so viele Frauen und besonders Mütter, die sich ihrer Aufgabe derart hingeben, dass sie sich regelrecht vergessen. Wir sind aber nicht nur Mütter, sondern auch attraktive Frauen, die auch noch gerne ausgehen, einen Drauf machen, sich gerne mal Schick machen. Viele sagen: Du bist auch ohne Make-up schön! Aber darum geht es gar nicht. Genauso wenig, wie es darum geht, durch das Make-up eine Maske aufzusetzen. Die Frage „für wen machst du dich so hübsch?“, sollte mit „für mich“ beantwortet werden. Das Schminken ist eine besondere Zeit für mich. Für mich ganz allein. Damit unterstreiche ich das, was ich bei mir am Liebsten mag. Je nachdem worauf ich Lust habe. Mal ist das nur eine getönte Tagescreme, mal ein aufregendes Augen-Make-up, das ich mich früher nie getraut hätte, am Tag zu tragen. Es geht darum, sich selbst wertzuschätzen, sich zu ermutigen, etwas für sich allein zu tun. Denn genau das tun wir leider viel zu selten.

 

Ich hoffe, euch ein wenig inspiriert zu haben, mal wieder euren Mascara und euer Rouge aus der verstaubten Schublade zu holen. Für wen? Na für euch!


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