Die eigenen Grenzen

Die eigenen Grenzen zu erkennen und letztlich zu formulieren ist nicht nur für den Familienalltag extrem wichtig. Es verhindert auch im Beruf, dass man ständig über seine Belastungsgrenze hinaus schuftet und sich am Ende in einem Erschöpfungsmodus wiederfindet, aus dem es nur schwer wieder herausgeht.

 

Eine Kollegin sagte einmal zu mir: "Wenn du nicht auf Dich achtest, macht das keiner. Das musst du schon selbst übernehmen." 

 

Vollkommen richtig, aber wie so oft im Leben: leichter gesagt, als getan. Mit Kindern, fällt es häufig noch schwerer, die eigenen Grenzen abzustecken. Wenn sie auf die Welt kommen, brauchen sie uns ganz und gar, Tag wie Nacht, rund um die Uhr. Sich in dieser ersten Zeit rauszunehmen, scheint fast unmöglich. Aber es geht. Durch Absprache mit dem Partner, der Familie und den Freunden. Wer kann mich so unterstützen, dass ich erst gar nicht an meine Belastungsgrenze komme? 

 

Das wiederum setzt voraus, dass man Dinge abgeben kann, locker lässt, sich nicht seltsam fühlt, wenn die Nachbarin den Wocheneinkauf übernimmt und man selbst mit Säugling auf dem Sofa liegt. Ich fand das sehr schwierig. Aber mit der Geburt des zweiten Kindes, viel es mir immer leichter Hilfe anzunehmen. Und auch mein Mann bekam öfter den Satz um die Ohren geknallt: "Übernimm du. Ich kann nicht mehr." 

 

Grenzen setzen. Sich seiner Grenzen bewusst zu werden, diese dem Umfeld zu kommunizieren, finde ich essentiell, um mit sich selbst im Einklang zu sein und letztlich zufrieden zu leben. Wisst ihr um eure Grenzen?

Download
Grenzen setzen - Vertont
Man kann seine eigenen Grenzen nur setzen, wenn man sie auch kennt. Das ist im Familienalltag manchmal gar nicht so leicht.
GrenzenSetzen.m4a
MP3 Audio Datei 819.8 KB

Kommentar schreiben

Kommentare: 0