Oh boy!

Was für ein Abschied heute Morgen: Während unser Strahlemann sich lachend und Faxen machend zu den anderen Jungs gesellte, verdrückte ich mir das große Heulen. 

 

Manchmal tut loslassen unglaublich weh, findet ihr nicht? Man betrachtet sein Kind, wie es da steht, den schweren Rucksack umgeschnallt, mit der viel zu großen Pfadfinderkluft, der riesigen Zahnlücke und wünscht sich nur eines: Fahr nicht! 

 

Sagen tut man das natürlich nicht. Zeigen auch nicht. Schließlich soll das eigene Kind gestärkt und voller Stolz auf Reisen gehen, Abenteuer erleben, Quatsch machen, Streiche aushecken und dabei nicht an die flennende Mama (und Schwester) denken. Würde Moritz mich in solch einem Zustand sehen, würde er wahrscheinlich wirklich nicht fahren. Aus Mitleid. Und das wäre ja das Schlimmste. 

 

Jetzt sitzt er im Zug und hat uns schon längst vergessen. Lebt in den Tag hinein, vergisst das Wechseln der Klamotten, das Waschen und Zähneputzen und schlägt sich zwei Wochen den Bauch mit den leckersten und zugleich ungesündesten Lebensmitteln voll. Hurra, so muss Kindheit sein. 

 

Ich verbringe derweil eine intensive Zeit mit Klein-Olivia. Schwimmen, spielen, Eisessen, und quasseln. Was Mädels eben so machen. Die Zeit wird schnell vergehen und zurück kommt ein müffelnder, stolzer Pfadfinder mit Wäschebergen, Stöcken, Steinen und einer dicken Umarmung für seine Schwester!  

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Kommentare: 1
  • #1

    Jana (Montag, 23 Juli 2018 21:43)

    Diese Gefühle habe ich vor 4 Wochen auch durchlebt, als meiner das erste Mal ganz alleine zur Hortfreizeit gefahren ist. Da habe ich gemerkt, dass es Zeit wird, los zu lassen. Es weint das Mutterherz aber ist zugleich auch sooo stolz auf das taffe Kerlchen.