Fussball mit Herzklopfen. Über eine Liebe, die für mich ein Rätsel ist.

Gestern war er da, ein zugegeben großer Moment für die Frankfurter. Ein verdienter Sieg, ein starkes Spiel. Das steht außer Frage. Ich selbst habe weniger das Spiel verfolgt, sondern mehr meinen Mann. Und was ich da sah, brachte mich einerseits zum Schmunzeln und Stirnrunzeln gleichermaßen.

 

In zwölf Jahren Beziehung habe ich meinen Mann selten so emotional gesehen wie beim gestrigen DFB Pokalfinale. Pure Leidenschaft und Ekstase, zu Tränen gerührt. Was macht Fußball mit den Männern, fragte ich mich gestern und heute auch? Weil es das Topthema des Morgens ist und sicher der nächsten Wochen bleiben wird.

 

Wahrscheinlich spreche ich für so manche Partnerin, wenn ich sage: Mein Mann hat sich gestern so präsentiert, wie ich ihn im Alltag gerne noch öfter hätte: voller Emotionen, Energie, Leidenschaft und vor allem mitfühlend auf ganzer Linie. Nicht, dass er sonst ein Holzklotz wäre. Ganz im Gegenteil, aber ein bisschen mehr von gestern, wäre toll!

 

Wie er da so saß und mitfieberte. So total bei der Sache und beim Sieg auf die Knie fiel. Auf die Knie!! Das habe ich zuletzt beim Heiratsantrag vor 11 Jahren erlebt. Da hat er aber sofort gemaunzt, dass er nicht knien könne, weil selbige so schmerzen. (Stirnrunzeln).

 

Jedenfalls steckt in diesem Fansein eine gehörige Portion Liebe und Feuer. Und Ausdauer. Bis Mitternacht zog er sich alle Nachberichte rein, die die Medienlandschaft zu bieten hatte und am heutigen Morgen ging es grad so weiter. Man könnte fast meinen, er spiele selbst für die SGE.

 

Woran liegt es, dass beim Fußball selbst der machohafteste (und damit meine ich jetzt nicht unbedingt meinen) Mann in Tränen ausbricht?

 

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