Entspannung im Kloster – Kooperation mit dem Klosterhotel Marienhöh

Der Alltag hat uns wieder! Und mit ihm kamen die kindliche Müdigkeit und Morgenmuffligkeit im Doppelpack zurück. Gerne denke ich in diesen Momenten an unsere kurze, feine Auszeit zurück, die wir in den Osterferien hatten. Drei Tage durften wir als Familie das Klosterhotel Marienhöh testen, uns verwöhnen lassen und ordentlich Kraft tanken. Für den Alltag. Wie das war, und warum ihr unbedingt mit eurer Familie ins Kloster müsst, lest ihr am besten selbst.

 

Als ich vor geraumer Zeit am Esstisch berichtet habe, dass wir schon ganz bald ein Kloster testen und dort ein paar Urlaubstage verbringen dürfen, hat diese Nachricht zunächst Stirnrunzeln ausgelöst.

 

Urlaub im Kloster. Darunter konnte sich unser Achtjähriger wirklich gar nichts vorstellen. „Muss ich dann da beten?“ Nein, natürlich nicht. Denn das Kloster Marienhöh ist seit 2009 ein Hotel im wunderschönen Hunsrück, genauer gesagt in Langweiler. Natürlich wollten die Kinder gleich sehen, wie es dort aussieht. Also haben wir das Internet durchforstet – seit der Suche waren beide nur noch Feuer und Flamme und konnten es kaum erwarten.

 

Zum Glück ging es am nächsten Tag auch schon los. Zwei Autostunden später fanden wir uns oberhalb des kleinen beschaulichen Örtchens Langweiler wieder, beeindruckt von den romantischen Bruchsteinmauern des 4-Sterne Hotels, das sich völlig unaufgeregt und alles andere als protzig in die Natur einfügt. Echt schön!

 

Während ich noch vor mich hin träumte, mir den klösterlichen Betrieb von damals vorstellte, bettelten die Kinder, dass sie endlich das Zimmer sehen wollen. Also rauf in den dritten Stock. Dort wartete eine Maisonettesuite auf quirlige Untermieter und müde Eltern.


Während die Kinder das Zimmer im Sturm eroberten, Moritz seine Legofiguren aufbaute und Olivia Puppi Amelie im Beistellbett bettete, genossen mein Mann und ich den super schönen Blick über Langweiler bis hin zum Steinbach Stausee und freuten uns über die Tatsache, dass die Kinder die nächsten zwei Nächte unten schlafen und wir oben, in einem luxuriösen Elternbereich mit freistehender Badewanne.

 

Dann klopfte es auch schon an der Türe und ein freundlicher junger Mann überreichte uns einen Willkommensgruß in Form leckerer Pralinen. Wie aufmerksam, dachte ich. Während wir Eltern also Sekt und Pralinen verspeisten, standen plötzlich zwei Kinder in Badehose und Taucherbrille vor uns: „Bereit für den Pool“, brüllten sie uns entgegen und wir gaben uns geschlagen. Schnell noch den Nachmittagssnack in der Hubertus Lounge mit Kuchen, Käse, Kaffee und Kinder Snackbar förmlich inhaliert und dann ab ins warme Nass.

 

Stunden später waren alle erschöpft und ausgehungert. Wir freuten uns auf unser 3-Gänge Menü im Alten Reflektorium, ein sehr schön gestalteter Speisesaal mit Kinderbuffet für hungrige Löwen.

 

Die Mäuse konnten sich also gleich bedienen und verabschiedeten sich noch vor unserem Hauptgang in die große Turnhalle zum Toben. Und das war toll. Wie lange ist das her, dass wir zu zweit ein Abendessen in Ruhe hatten. Mit Erwachsenengesprächen bei gutem Wein. Eine tolle Auszeit. Die allein hätte uns schon gereicht. Wurde aber am nächsten Tag noch getoppt.

 

Tag zwei begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Ganze eineinhalb Stunden schlemmten wir uns durch ein reichhaltiges Buffet. Moritz wurde gegen zehn hibbelig, weil er unbedingt in den Marienkäferclub wollte. Den Club hatten wir am Vortag schon besichtigt, und er löste regelrechte Jubelschreie aus.

 

An sieben Tagen werden hier Kinder ab zwei Jahren von der herzlichen Moni betreut. Der Club ist groß, verfügt über ein unfassbar abwechslungsreiches Spielzeugsortiment, ein Bällebad, eine Rutsche und und und. Bei schönem Wetter macht Moni auch Ausflüge mit den Kindern. Zur Wildenburg, dem Libellenteich, oder sie begibt sich auf Edelsteinsuche. Genau das Richtige für unseren Großen. Was haben seine Augen geleuchtet.

 

Auch wenn wir uns einen gemeinsamen Saunagang, allein, ohne Kinder echt verdient hätten: Olivia war leider nicht davon zu überzeugen, in den Marienkäferclub zu gehen. Also verbrachten wir den Vormittag zu dritt. Wir organisierten uns einen hoteleigenen Kinderwagen und wanderten durch den nahegelegen Wald. Ganz gemütlich. Ohne ein konkretes Ziel. Im Anschluss verbrachten wir noch ein bisschen Zeit am Spielplatz direkt am Hotel. Herrlich.

 

Nachmittags kehrte unser durchnässter Großer von einer Edelsteintour zurück, in der Hand eine Tüte voller Edelsteine und einem Gesichtsausdruck, der stolzer nicht sein konnte. Wir stärkten uns wieder in der Hubertus Lounge, in der Olivia es Sage und Schreibe dreimal schaffte ein volles Glas Saft umzuwerfen und damit Loungesessel und Boden einem Härtetest unterzog. Das Personal, extrem entspannt und auf Kinder eingestellt, war davon recht wenig beeindruckt und fragte die Kinder erstmal, was ihnen hier am Besten gefällt.

 

Was das Wetter betrifft hatten wir an diesem Tag wirklich Glück. Es regnete den ganzen Nachmittag bei lausigen sechs Grad, so dass wir ohne schlechtes Gewissen den restlichen Tag in der Klostertherme verbringen konnten. Wir Großen wechselten zwischen Sauna und Schwimmbad hin und her, und die Kinder planschten, bis sie Schwimmflossen hatten und hungrig wurden.

 

Wir durften an diesem Tag wieder ein Abendessen zu zweit geniessen, während die Kinder ihre letzten Kräfte tobend in der Turnhalle zurückließen. Um halb neun waren beide im Bett und schliefen am nächsten Tag, und jetzt kommt's: Bis 8.15 Uhr! Hurra. Das sind Ferien für uns.

 

Der Dritte Tag war leider schon unser Abreisetag. Dank late check out konnten wir die Kids aber nochmal richtig auspowern. Wo? Natürlich im Schwimmbad. Und dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Mit der Gewissheit, dass die bevorstehende Nacht in weitaus weniger komfortablen Ambiente stattfinden würde. Dafür waren wir aber maximal erholt.

 

Unser Fazit:


Drei Tage sind viel zu wenig. Fünf wären optimal. Zeigt sich das Wetter nämlich von seiner Sonnenseite, kann man rund um das Hotel tolle Ausflüge und Wanderungen planen. Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist auch ganz in der Nähe.

 

 

Bei Regentagen kommt man mit der kleinen Klostertherme voll auf seine Kosten. Sauna und Fitnessraum sind den Erwachsenen vorbehalten. Das Schwimmbad ist für alle da. Natürlich gibt es auch zahlreiche Anwendungen, die man on top buchen kann. Wenn die Kinder gerne in den Marienkäferclub gehen, ist Entspannung garantiert. Wenn nicht, muss man sich eben abwechseln. So haben wir es auch gelöst.

 

Ein Wichtiger Punkt ist gerade für Familien immer das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ohne mit der Wimper zu zucken, können wir sagen: Das Klosterhotel Marienhöh ist jeden Cent wert. Kinder bis zwei Jahre sind frei. Ab drei bis 15 Jahre gibt es sehr faire Kinderpauschalen. Dennoch braucht man als vierköpfige Familie ein gutes Einkommen, um hier ein Wochenende verbringen zu können.

 

Kulinarisch vergeben wir eine glatte eins mit Stern, nein mit vielen Sternen. Von der Vorspeise über den Hauptgang bis hin zum Dessert: Die reinste Wonne. Das Fleisch so zart, dass man fast nicht kauen muss, die Salate knackig, frisch, das Gemüse nie matschig und der Nachtisch war immer zum Niederknien.

 

In Punkto Kinderfreundlichkeit kann ich auch nur Positives schreiben. Die Zwerge sind überall willkommen, dürfen laut sein und auch nerven. Schmeckt den Kindern das Essen vom Kinderbuffet nicht, dürfen sie etwas anderes auswählen. Sie sind genauso Gast und damit König, wie ihre zahlenden Eltern. Das Freizeitangebot für Kinder ist umfangreich, kostenfrei und sehr liebevoll umgesetzt. Für die ganz Kleinen gibt es eine HIPP-Bar, ausleihbare Kinderwagen, den Babysitterservice; für die Größeren eine Kindersnackbar, an der sich die Kids ab 14 Uhr bedienen können, den Marienkäferclub, den Hochwaldhof zum Pferde reiten, Ausflüge und und und.

 

Alles in allem ist das Hotel ein sagenhaft schöner Rückzugsort. Wir werden auf jeden Fall wieder hinfahren.

 

 

 

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