Happy wife, happy life... So klappt's!

Ich habe in letzter Zeit mit einigen Müttern gesprochen, debattiert und festgestellt: Alle fühlen ähnlich, wenn es um das Thema Wertschätzung durch den Partner geht.

 

Da ist zum Beispiel Kathrin. Sieben Jahre kennt sie ihren Mann, und man möchte meinen, er sie auch. Dennoch vergisst er es, bei all ihren Geburtstagen rechtzeitig eine kleine Aufmerksamkeit zu besorgen und steht so bei Tagesanbruch mit leeren Händen da. Jahr um Jahr verlässt er dann panisch das Haus und kommt Stunden später mit irgendetwas zurück. Hauptsache etwas. „Letztes Jahr war es ein Schuhspanner für Pumps“, erzählt Kathrin. Doof nur, dass sie ausschließlich Sneaker trägt.

 

Oder Anne. Jedes Jahr bekommt Anne einen Duft zu Weihnachten. Anne ist Hausfrau, hat drei Kinder im Alter von einem, drei und fünf Jahren. Keine Eltern, keine Schwiegereltern, aber ab und an einen Babysitter. Seit Geburt des zweiten Kindes hat Anne kein Konzert mehr besucht. Und sie wünscht sich nichts sehnlicher, als mit ihrem Mann mal wieder so richtig zu feiern. Und insgeheim hofft sie, eines Tages mit Konzertkarten überrascht zu werden.

 

Und Beatrice? Sie liebt Briefe. Am Anfang ihrer Beziehung bekam sie häufig kleine Botschaften in die Jackentasche gesteckt. Nach etwa drei Jahren Ehe und dem ersten Kind hörte das auf. „Wie schade“, findet Beatrice und stopft weiter jeden Freitag kleine Liebesbotschaften in die Jackentasche ihres Mannes. Wenn sie ihm sagt, dass sie sich das auch wieder wünschen würde, reagiert er meist pampig und gereizt. „Er denkt dann, ich würde die ganze Beziehung in Frage stellen“, erklärt Beatrice.

 

Weil Überraschungen einfach keine mehr sind, wenn man sie als Wunsch äußert, geben all diese Mütter kleine Hinweise, worüber sie sich freuen würden. Aber irgendwie fruchten die nicht. Deshalb richtet sich meine Sammlung an die Papas, Ehemänner und Freunde da draußen. Denn eigentlich sind wir Frauen gar nicht so kompliziert wie ihr immer meint. Und ihr müsst auch nicht tief in die Tasche greifen, um uns eine Freude zu machen. Wir mögen einfache Dinge, die uns zeigen, dass ihr uns wertschätzt. Dass ihr es mögt, wie wir die Nachmittage mit den Kindern gestalten oder zur Weihnachtszeit liebevoll das Zuhause schmücken. Dass ihr uns zeigt, dass unsere Anwesenheit nicht selbstverständlich ist. Sondern eben etwas Besonderes.

 

Findet ein paar nette Worte.

Das müssen keine Romane sein oder ausgiebige Liebesschwüre. Ab und an mal ein paar Zeilen, die uns zeigen, dass ihr euch Gedanken über uns und die gemeinsame Beziehung macht. Das genügt.

 

Überrascht uns.

Ein Dinner zu zweit ist schön. Noch schöner ist es aber, wenn ihr uns damit überrascht. Und nicht wir es sind, die Datum, Uhrzeit und Ort festlegen.

 

Hebt einen mit uns.

Erst neulich habe ich mit meiner Freundin darüber gesprochen, wie schön es früher war – besonders in der Anfangsphase – sich irgendwo (völlig egal wo) mit einem kühlen Bier hinzusetzen, aus der Flasche zu trinken und einfach zu reden. Bis tief in die Nacht hinein. Ohne einen Blick aufs Handy zu werfen. Lachen, erfahren, wie es dem Gegenüber gerade so geht, welche Wünsche noch unerfüllt sind, gemeinsame Träume austauschen.

 

Schenkt uns freie Zeit.

Es ist Sonntag, ihr dreht euch zu uns und sagt: „Bleib liegen, ich gehe mit den Kindern Semmeln holen und dann schwimmen.“ Natürlich müsst ihr die Kinder darauf vorbereiten, sie überzeugen, dass es prima ist, auch mal ohne Mama etwas zu unternehmen. Das erfordert mitunter etwas Einfallsreichtum. Aber glaubt mir: Für die meisten Mamas wäre auch eine Bestechung mit Gummibärchen völlig in Ordnung, wenn das Ergebnis stimmt.

 

Vergebt Komplimente.

Wir mögen Komplimente. Wenn wir mal etwas länger im Bad stehen und uns unserem Styling widmen, wäre es schön wenn ihr euch Sprüche wie diese sparen könntet:

 

* Willst du in den Krieg ziehen, oder wofür soll die Kriegsbemalung gut sein?


* Mit den Haaren siehst du zehn Jahre älter aus.


* Was hast du so lange im Bad gemacht? 


* Ich mag dich ungeschminkt am Liebsten.

 

Sollte euch das Styling nicht gefallen, wünscht uns einfach einen schönen Abend.

 

Schenkt ab und an mal Blumen.

 

Blumen sind eine schöne Aufmerksamkeit. Achtet bei der Auswahl auf die Farbe. Das ist eigentlich nicht schwer, wenn man sich im eigenen Zuhause ein bisschen umsieht. Deine Frau bevorzugt bei der Einrichtung Pastelltöne? Dann kommt eine intensiv gelbe Sonnenblume wahrscheinlich weniger gut an.


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