Haustier: Ja oder nein?

Schon länger beobachte ich, dass unser Großer völlig darin aufgeht, sich um ein Tier zu kümmern. Ob Marienkäfer, Ameise, Schmetterling, Katze, Hund: alles wird gefüttert, umsorgt und geliebt. Die Tiere wieder gehen zu lassen, endet in bewegender Traurigkeit.

 

Jetzt möchte man ja als Eltern immer das Beste für sein Kind. Hinzu kommt, dass man sich sehr gut an die eigens geführten Diskussionen erinnern kann. „Aber alle haben ein Haustier. Nur ich nicht.“ Meine Mutter duldete nahezu jedes Tier: Mäuse, Hamster, Meerschweinchen, Katzen, Hunde, sogar eine Ente durften wir großziehen. Die einzige Bedingung: „Ihr kümmert euch selbst.“ Ich war sieben, als ich mein erstes Tier bekam. Und es funktionierte prima. So gesehen gibt es keinen Grund, dem Großen diesen Wunsch nicht zu erfüllen.

 

Die Bremse bin ich. Mit meinen Erwachsenenaugen sehe ich nicht nur das plüschige Schmusetier vor mir, sondern eben auch die Schattenseiten. Wer kümmert sich, wenn wir verreisen? An wem bleibt die Arbeit hängen, wenn das erste große Interesse verschwunden ist und die Kinder begreifen, dass dieses Tier für immer da ist. Oder zumindest für die nächsten Jahre. Und welches Tier wäre für uns das passende? Alle Kleintiere erfüllen den Kuschelwunsch der Kinder meist nur bedingt, und für alles Größere fehlen mir Zeit und irgendwie auch die Lust. Ein Dilemma. 

 

Mich interessiert: Wie sind eure Erfahrungen mit Haustieren? Welche könnt ihr im Grundschulalter empfehlen? 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0