Spinnt ihr?

Ja, es wurde angeblich für Kinder mit ADHS, Hyperaktivität und Autismus erfunden, soll diese sogar lindern. Aber was hat Kind davon, wenn die Eltern über kurz oder lang wahnsinnig werden. Der Fidget Spinner – ein Trend, der meine Nerven wirklich auf die Probe stellt.

 

Wir haben ein neues Familienmitglied.

Nicht etwa einen Hund, eine Katze, oder gar eine Maus. Nein, es ist ein Ding, das derzeit in allen Haushalten mit Kindern (egal welchen Alters) aufzufinden ist. Der FIDGET SPINNER. Bereits in aller Herrgottsfrühe dreht dieser scheiss Handkreisel in der Hand meines Sohnemanns unermüdliche seine Runden und treibt mich mit seinem Surrgeräusch in Kombination mit meinem völlig abwesenden, fast hypnotisierten Kind fast in den Wahnsinn. Diese Mischung aus Propeller und Wurfstern ist überall anwesend: auf der Toilette, am Esstisch, in der Schule, auf dem Spielplatz,... .

 

Jetzt ist es ja nicht so, dass diese Erfindung großartig etwas kann, ausser sich drehen. Und trotzdem klagen Händler über Lieferengpässe. So groß ist die Nachfrage. Wie kann denn das sein? Ich frage mein Kind: „Sag mal, was ist eigentlich so toll an diesem Spinner?“ „Das ist doch klar, Mama. Man kann ihn auf nur einem Finger drehen lassen, sogar auf der Nasenspitze, und man kann mega coole Tricks machen.“

Gesehen habe ich bis heute noch keinen von diesen „mega coolen Tricks“.

Was ich aber täglich sehe, ist dieser Kreisel in der Hand meines Kindes. Von morgens bis abends. Und das nervt. Ich denke ernsthaft über Fidget-Zeiten nach.

 

Wie seht ihr das? Seid ihr da entspannter?

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0