Gammeltage

 

Immer mal wieder gibt es bei uns Tage ohne Programm. Wir nennen sie Gammeltage. Ich liebe Gammeltage. Oder sagen wir besser: liebte.

 

Denn mit Kindern in den Tag hineinzuleben, ohne sonderlich aktiv zu sein, ist je nach Tagesform der Kids recht anstrengend. Sie beschäftigen sich in der Regel gut: Olivia kocht in der Kinderküche Kaffee bis zum Umfallen, Moritz versinkt in Legowelten, die ich als Kind so nicht kannte. Klingt entspannt. 

 

Aber sobald ich anfange, etwas zu lesen, die Nähmaschine auspacke oder den Laptop öffne, ist es vorbei. Beide Kinder lassen alles stehen und liegen und stürmen zu mir, als wäre ich den ganzen Tag nicht da gewesen.

 

Gestern zum Beispiel: Wir sitzen alle drei im Wohnzimmer auf dem Boden. Die Kinder spielen völlig versunken mit den Bauklötzen, ich gucke ins Leere. Nach einer Weile nehme ich mir ein Buch und beginne zu lesen. Schwupps landen die Bauklötze in der Ecke und beide Kinder wurschteln an mir rum.

 

Ich komme zu folgendem Ergebnis: Meine Kinder hören auf sich selbst zu beschäftigen, wenn ich gerade damit anfange.

 

Wie ist das bei euch? Kennt ihr dieses Phänomen?  

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