Wenn Prinzessin Lea Erbsen sucht und Luke zum letzten Retter in der Not wird.

Einkaufen ist nicht gleich Einkaufen. Wenn ich mit Moritz einen Supermarkt betrete, verwandle ich mich in die schöne Prinzessin Lea und Moritz in Luke Skywalker. Nicht, dass unser Sohnemann mit seinen sechs Jahren bereits passionierter Star Wars-Gucker wäre. Aber er hat schon so einiges über den Krieg der Sterne gehört, und das genügt völlig, um den Supermarkt in eine Filmkulisse vom anderen Stern zu verwandeln.

Wusch, wähm, wumm“, vernehme ich aus dem Gang für Knabberzeugs. Luke kommt um die Ecke gerannt, das Laserschwert vor der Brust und brüllt: „Prinzessin Lea, die Gefahr ist gebannt. Ich habe meinen Vater besiegt und Darth Maul auch.“ „Ach Luke, da bin ich aber erleichtert. Dann kann ich ja jetzt ganz unbesorgt zu den Gummibärchen greifen.“ „Ja kannst du Lea. Ich werde so lange die Bösen abwehren.“

 

Die Bösen abwehren. Das klingt nach Arbeit. „Wo sind hier Böse?“, fragt eine freundliche Verkäuferin mit schutzbedürftigem Gesichtsausdruck. „Direkt hinter dir. Vorsicht, es ist Darth Vader, die schwarze Macht.“ Die Frau duckt sich mit angstverzerrtem Gesicht, und ich stehle mich – begeistert über ihren Einsatz – zu den Teigwaren davon. Moritz, nein Luke, scheint noch eine Weile mit der Bekämpfung der Bösen beschäftigt zu sein. „Krasch, nimm das, du Vater du.“

 

Verschwitzt und ausgepowert kommt Luke an die Kasse und lässt den Kassierer wissen: „Ich glaube, der Laden ist jetzt sauber!“

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Kommentare: 1
  • #1

    Irmentrud (Sonntag, 24 April 2016 11:27)

    Hallo liebe Mutti, ein ganz toller Beitrag! Weiter so!